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Kunst in Bilder umzusetzen!

Dem Anspruch an den “reinen”, “schönen” und einzig wahren Typ von
Mensch – der, das kann jeder der sich die Filme anschaut sofort
erkennen – nicht nur ein Idealbild ist, sondern auf jeden Fall auch
besser als der Rest ist – gibt in reiner Weise die Grundzüge einer
faschistischen Ideologie wieder. Wenn Riefenstahl das nicht “gewußt”
hat, dann ist sie keine große Künstlerin, denn dann waren Ihre Filme
(die Qualität) einfach Zufall – hat sie etwas gewußt, dann war sie
eine Künstlerin in der Fähigkeit die Ideologie der Nazis in Bilder
umzusetzen.

So ist dann aus dem “Triumph” ein ganz netter, aber kein besonderer
Film geworden. Aber die haben eine festliche Premiere damit
angezettelt, den Film hoch gelobt als einen ganz tollen Film, was ich
selber überhaupt nicht fand. Ich fand ihn eher primitiv und
schlicht, wie ein Zelt.

Stimmt – da muss man ihr zustimmen – der Film ist in der Tat
ausgesprochen primitiv und appelliert an die niedrigsten Gefühle der
Menschen.

Mittelpunkt in “Triumpf” sind ja noch nicht die “schönen”
Menschen, sondern ein eigentlich ziemlich hässlicher
Österreicher. Dieser steigt aber aus den Wolken herab wie ein Gott.
Das eigentlich trockene, primitive Thema des Films wird in in
einer für die damalige Zeit absolut revolutionären Bildersprache
dargestellt. -> Wer diesen Film damals im Kino gesehen hat, musste
nun wirklich beeindruckt oder erschrocken gewesen sein. Klar
appelliert er an die niedrigsten Gefühle. Es ist ein Werbefilm in
Spielfilmlänge, mit auch für den damaligen Spielfilm revolutionären
Mitteln und Techniken, ergo primitiv und an die niedersten…;-)
Dieser Film ist der Grund für den Bann über die Riefenstahl, die
Olympiafilme hätten nie dazu geführt. Das Verbot dieses Films ist
absolut kontraproduktiv. Man sollte man ihn in Deutschland endlich
öffentlich aufarbeiten und ihn nicht im stillen sein Werk fortsetzen
lassen.

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